Freimaurerische Grade

Das zum Bauen verwendete Material erfuhr seine symbolische Umgestaltung. So stellt der in einer Loge eingetretene Lehrling einen rauhen Stein dar, der erst von den Ecken und Kanten der Unvollkommenheit befreit werden muss, bis er der Prüfung durch den rechten Winkel standhält und als behauener kubischer Stein an einem ihm gemäßen Platz in das Bauwerk eingefügt werden kann. Der Lehrling soll sich also schwerpunktmäßig mit sich selbst beschäftigen, seine Fehler erkennen und ausmerzen und seine Fähigkeiten und guten Anlagen fördern.

Symbole

Da die freimaurerischen Rituale den äußeren Rahmen für den Ablauf der Tempelarbeiten festlegen, so folgt daraus, dass zu dem Rahmen auch ein Bild, zu dem Gefäß ein Inhalt gehört.

Das freimaurerische Ritual

In diesem Zusammenhang ist auch die Bezeichnung „Arbeit“ für die Versammlungen von Freimaurern zu verstehen. Allerdings mit dem Unterschied, dass in unseren heutigen Bauhütten, das ist ein anderer gebräuchlicher Begriff für unsere Arbeits- oder Versammlungsräume, nicht mehr rohe Steinblöcke zu rechtwinkligen Quadern behauen werden, sondern wir als das Baumaterial unserer Arbeit den Menschen sehen, den es gilt, von seiner natürlichen Triebhaftigkeit zu befreien und zu einem der Sittlichkeit verpflichteten Charakter zu formen.