Magnusstraße 2A

Magnusstraße 2A

Logen Haus 1909Zum Schicksal des Hauses gehörte es, in den über hundert Jahren immer wieder umgebaut und erweitert worden zu sein, um den steigenden Mitgliederzahlen und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden.

Man bildete alles um den sogenannten Tempel herum, der das Zentrum für die rituellen Zusammenkünfte ist und von Anfang an der gleiche Raum blieb. Seine jetzige wohlproportionierte, schöne Gestalt erhielt er wahrscheinlich 1909. Sein maximales Fassungsvermögen beträgt etwa 90 Personen.

1876 wurde der unter dem Tempel gelegene Festsaal auf 120 qm vergrößert und konnte 1975 dank des großzügiges Vermächtnisses des Br. Hermann Gerken mit einem an ihn anschließenden und mit ihm verbindbaren Gerken-Saal nochmals erweitert werden, so dass er bis zu 150 Personen fassen kann.

Während des 1. Weltkrieges wurde 1916 an die Nordostseite des Hauses eine teilweise unterkellerte Kastellanwohnung angebaut, durch die eine Bewirtschaftung der Loge möglich wurde. Großzügige Spenden, insbesondere von Br. Wehl, machten diese Baumaßnahme möglich.

Die Zwänge der nationalsozialistischen Herrschaft veranlassten die Bruderschaft, das Logenhaus 1934 der Stadt Celle als Stiftung für kulturelle Zwecke zu übergeben. 1947 wurde es der Loge teilweise und nach gründlicher Renovierung am 5.4.1951 endgültig wieder als ihr Eigentum zurückgegeben.

logenhaus 1970

Das Logenhaus ist eine Fachwerkkonstruktion und steht aufgrund des Alters der ursprünglichen Anlage unter Denkmalschutz. 2002 konnte es am Tag des offenen Denkmals der interessierten Öffentlichkeit von innen und außen samt Gartenanlage gezeigt werden. Insgesamt verfügt es über folgende Räume: Hausmeisterwohnung, Tempel, Festsaal, Gerken-Saal, Bibliothekszimmer, Gesellschaftszimmer, Büro, Küche, Bar, zwei Toiletten und einige kleinere Kammern.

Viele Generationen von Freimaurern hat es immer wieder in dieses Haus gezogen, um der Freundschaft, der geistigen Abenteuer und der Suche des menschlichen Maßes willen; und immer noch ist hier ein Geist lebendig, der die Menschen bewegt, zum Wohle der Gemeinschaft und ihrer Kultur ihre Pflicht zu erfüllen. Jeder Wohlwollende ist hier herzlich willkommen und kann sicher sein, freundlich empfangen zu werden.