Freimaurerei und Glaubensvorstellungen

„Freimaurerei ist offen für Menschen aller Glaubensbekenntnisse und Weltanschauungen und auch für Menschen ohne Glaubensvorstellungen im herkömmlichen Sinne. Ob Gläubige, Agnostiker oder Atheisten: Unabdingbar ist allerdings, dass sie mit den im Diskurs gefundenen ethischen Überzeugungen und moralischen Prinzipien des Freimaurerbundes übereinstimmen und zu aktiver Wertschätzung seiner symbolisch-rituellen Ausdrucksform fähig sind.“ (Höhmann, 2013, S. 42f.)

Freimaurerisches Ritual

Die Bruderschaft der Freimaurer setzt der profanen Welt etwas Wesentliches entgegen, indem sie durch das freimaurerische Ritual den unbewussten Bereich für das Transzendente,also für die Unendlichkeit des Alls, öffnet.

Freimaurerei als Sinnstifterin

Gesellschaftliche Ziele fallen nicht nur in den Zuständigkeitsbereich der Politik- wie oft in der Freimaurerei behauptet wird - sondern können ganz allgemein auch durch eine konsequente ethisch-moralische Haltung verfolgt werden; diese Ziele können dann Ausgangspositionen oder Stützen politischer Aktivitäten werden.

Der Bau am Tempel der Humanität

Diese Erziehungsarbeit im Sinne einer Einübungsethik bedeutet das freimaurerische "Bauen am Tempel der Humanität". Dabei wird nun nicht hauptsächlich der Versuch unternommen,die Gesellschaft zu ändern, sondern Ziel der Änderung oder Veredelung ist das einzelne Mitglied.

Freimaurerei und Öffentlichkeit

Seit es die organisierte Freimaurerei gibt, also etwa seit 300 Jahren, wurde auf diesem Gebiet zwar nicht im Geheimen, wohl aber in der Stille gewirkt. ‚Gutes tun‘ und nicht darüber reden! Das war die Losung, die freimaurerischem Verständnis entsprach.